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Obs am Bohrgeräusch liegt, am unangenehmen Absaugen oder am schwierige Mundaufsperren - Zahnarztbesuche sind in der Regel kein Vergnügen. Wendet der Zahnarzt medizinische Hypnose an, kann die Prozedur deutlich entspannter ablaufen.Mit Hilfe einer speziellen Trancetechnik gelingt es speziell ausgebildeten Zahnärzten, ihre Patienten vor und während eines Eingriffs zu beruhigen. In erster Linie soll die Trance, in welcher der Patient sich befindet, für Entspannung sorgen. Sie kann aber auch für die Kontrolle des Würgereizes, bei der Angewöhnung an einen neuen Zahnersatz oder bei der Entspannung der Kaumuskulatur helfen. Trance-Behandlungen sind ausserdem besonders wirksam in der Behandlung verschiedener Kaufunktionsstörungen und Kiefergelenkprobleme durch Fehlbelastungen, Knirschen und Pressen. Ausserdem wird nach Angaben mehrerer Zahnärzte durch die Trance auch die Wundheilung nach einem Eingriff positiv beeinflusst.Kommunikation im ZentrumDer Zahnarzt wendet die Trance in erster Linie bei ängstlichen oder verkrampften Patienten an. Um jemanden in Trance zu versetzen, verwendet er verschiedene Sprech- und Verhaltensweisen, die er in mehreren Kursen erlernt hat. Eine wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist die Mitarbeit der Patienten: Wer sich nicht in Trance versetzen lassen will, bei dem funktioniert die medizinische Hypnose auch nicht.Im Ausland bekannterIn der Schweiz arbeiten über 30 Zahnarztpraxen mit dieser Methode. In anderen Ländern wie Deutschland oder Schweden ist die Methode geläufiger. In Schweden ist die Hypnose sogar bereits in die Zahnarzt-Grundausbildung integriert, und Trance-Elemente werden in rund der Hälfte aller Praxen erfolgreich eingesetzt.Auch in Deutschland wird deutlich öfter mit medizinischer Hypnose gearbeitet als hierzulande. Dort finden sich auch Anbieter, die auf medizinische Hypnose anstelle von Anästhesie setzen. Dies kann hilfreich sein bei Allergikern, wird von den meisten Schweizer Zahnärzten aber nicht praktiziert und auch nicht angestrebt. Unter anderem, weil die Nachfrage gering ist, auf Anästhesie zu verzichten. Weder Show noch EsoterikDie medizinische Hypnose ist den naturwissenschaftlichen Grundlagen verpflichtet und distanziert sich klar von jeder Art von Laien- oder Showhypnose. Ebenso grenzt sie sich klar ab von Esoterik und magischen Praktiken: Bei der medizinischen Hypnose wird der bewusste Wille des Patienten in keiner Weise gebrochen, sondern eher beiseite gestellt, damit der Patient leichter seine brachliegenden, unbewussten Ressourcen entdecken und aktivieren kann.Um Patientinnen und Patienten vor Missbrauch zu schützen, sind die Zahnärzte, die in der Schweiz mit medizinischer Hypnose arbeiten, gut ausgebildet. Sie besitzen einen Fähigkeitsausweis der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Hypnose SMSH. Die SMSH arbeitet eng mit der Gesellschaft für klinische Hypnose Schweiz und dem Institut Romand d'Hypnose Suisse zusammen. Alle drei bieten Listen von Therapeuten, Supervisoren und Ausbildern an. Ihre Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung strenger therapeutischer und ethischer Richtlinien. Wer mehr über die Hypnosebehandlung erfahren oder eine Zahnbehandlung unter Hypnose durchführen möchte, erhält bei diesen Gesellschaften detaillierte Auskunft und Kontaktadressen der angeschlossenen hypnotherapeutisch tätigen Zahnärzte.Links zum Thema:Schweizerische Ärztegesellschaft für Hypnose.www.smsh.ch/interessenten/medizinische_hypnose.htmHypnoseärzte und Zahnärzte mit dem Fähigkeitsausweis der SMSHhttp://www.smsh.ch/...Information der Schweizerischen Zahnärztegesellschaftwww.sso.ch/...Gesellschaft für klinische Hypnose Schweiz www.hypnos.ch Institut Romand d'Hypnose Suisse www.irhys.chExperte im Beitrag:Prof. Christian E. BesimoZahnmedizinischen Abteilung Aeskulap-Klinik Brunnenwww.aeskulap.com31.05.2010
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